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Aikido
ist eine japanische Kampfkunst, die über eine technische
Ausbildung hinausgeht. Das Üben von Disziplin verbessert
die Konzentration. Und das Üben von Höflichkeit
(Etikette) lässt Aufmerksamkeit und Geistesgegenwart
entfalten. Diese traditionellen "Nebenfächer"
tragen zur Ästhetik und Sicherkeit im Aikidotraining,
aber auch zur Übersicht und Handlungsfähigkeit
in kritischen Situationen bei.
Aikido
wird in der breiten Öffentlichkeit meist mit AikiTai
(Aikido mit dem Körper, also ohne Waffen) gleichgesetzt, obwohl AikiTai eigentlich nur ein Teil des
Aikidos ist.
Woher
das kommt ? In vielen Aikidostilrichtungen wird überwiegend
Aikido ohne Waffen trainiert. AikiJo
und AikiKen sind dort nicht oder wenig verankert und
wurden teilweise erst in den vergangenen Jahren allmählich
"entdeckt".
Dementsprechend ist das öffentliche Bild des Aikido
stark von AikiTai geprägt.
Das
Training erfolgt in allen Aikidobereichen grundsätzlich im partnerschaftlichen
Miteinander. Es gibt weder Wettkämpfe auf Turnieren
noch im Training. Auch keine versteckten Wettkämpfe
in Form von Kräftemessen. Demzufolge gibt es im
Aikido keine Verlierer. Gewinner gibt es durchaus. Das
sind alle, die gemeinsam zu etwas
beitragen oder eine Erkenntnis "gewinnen".
Das ist auch die Bedeutung des Namens Ai Ki Do -
der Weg (
Do), die Energie (
Ki) zusammenwirken zu lassen (
Ai *). Das klingt nach Harmonie und so soll es auch
sein.
Im
Aikido wird die Energie des Angreifers (Schub oder Zug,
Schlag oder Stoß, Bewegungsimpuls) nicht blockiert, sondern um- oder vorbeigelenkt.
Der Angreifer bekommt seine Angriffenergie entweder
wieder zurück oder diese geht ins Leere. Dieses
Prinzip gilt für alle Bereiche des Aikido.
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Das Schriftzeichen
(japanisch "ai") kann auch chinesisch gelesen
werden und heißt dann "hé". Auf
chinesisch bedeutet es "einschließen, vereinigen,
passen" und auch "an einem Strang ziehen".
So kann man sich "Harmonie" praktisch und
etwas konkreter vorstellen.
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